Außer den 170 Obstbäumen befinden sich auf der 7 ha großen Fläche zahlreiche Hecken, mehrere Teiche und flache Kleingewässer, die der Wiese eine vielfältige Struktur geben. Der ältere Teil ist ca. 7 ha groß und vielfältig strukturiert.

Die vorhandene Heckenstruktur bietet den Obstbäumen Windschutz und schafft Lebensraum für vielerlei Vögel, Schmetterlinge und zahlreiche andere Kleintiere. Auf dieser Streuobstwiese hat sich in diesen wenigen Jahren ihres Bestehens bereits deutlich gezeigt, welche Artenvielfalt Streuobstwiesen bieten können. Neben den Meisen brüten hier inzwischen regelmäßig auch Goldammern, Baumpieper, Dorngrasmücken und Neuntöter. Mehrfach durchgeführte Schmetterlingskartierungen machen die ausgesprochen große Vielfalt deutlich. Von ungefähr 150 Schmetterlingsarten, die sich hier angesiedelt haben, stehen ca. 20 Arten auf der Roten Liste.

3 Teiche unterschiedlicher Tiefe und mehrere Lunken bieten Amphibien, Libellen und Wasserpflanzen den für sie passenden Lebensraum.

 

 

Bild einer Wallhecke auf der Streuobstwiese als artenreicher Lebensraum. Foto:NABU/Ulf Walek

Bei den Obstbäumen handelt es sich überwiegend um alte und lokale Sorten. Sie zeigen eine Geschmacksvielfalt, die ein Supermarkt nie bieten kann. Mehrheitlich stehen hier Apfelbäume, aber auch Kirschen, Birnen und Pflaumen.

2015 wurde die Streuobstwiese um weitere 3 ha erweitert. Zu den hier gepflanzten Obstbäumen gesellen sich Marone und Walnuss. Dieser Bereich wird ebenfalls vom NABU Syke und Umland e.V. gepflegt, hier ist das Obst jedoch für die Öffentlichkeit gedacht, so dass hier jeder für den Eigenbedarf ernten darf.

 

Blick über die 3 Hektar große Erweiterungsfläche. Foto: NABU/Peter Jacobson

Die Streuobstwiese ist ein Gemeinschaftsprojekt. Die Stadt Bassum hat mit dem NABU zusammen die "Stiftung Naturerbe Landkreis Diepholz" gegründet, die alle anfallenden Arbeiten koordiniert.

Ein Landwirt mäht und verwertet das Gras, ein Imker hat hier den ganzen Sommer über seine Bienenkörbe stehen, Obstbäume werden auf ehrenamtlicher Basis von der NABU-Gruppe Syke und Umland e.V. gepflegt. Daran sind immer wieder auch andere Gruppen und Einrichtungen beteiligt, z.B. die Lebens- und Arbeitsgemeinschaft Westflügel Syke.

Regelmäßig stattet eine Schulklasse der Obstwiese sowohl zur Obstblüte als auch zur Erntezeit Besuche ab.

Seit 2009 werden die reifen Äpfel mehrmals im Herbst aufgesammelt und zu Saft verarbeitet. Dieser Apfelsaft kann -solange der Vorrat reicht- gegen eine Spende über Anni Wöhler-Pajenkamp bezogen werden: Tel. 04241/4629. Die Spenden fließen in die jährliche Pflege der Obstwiese.